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Neue Rechte, alte Hetze? Wieder handlungsfähig im Umgang mit Neonazismus und Neuer Rechter in Sachsen

30. November , 10:00

Sie nennen sich „konservative Revolutionäre“ und „Identitäre“ und pflegen beste Kontakte zur AfD: Die Vertreter der „Neuen Rechten“ sind auf dem Vormarsch. Schon seit Jahren agieren sie im Hintergrund, doch im Zuge der aktuellen Wahlerfolge der AfD und des Protestgeschehens gegen Geflüchtete und deren Unterkünfte treten sie nun offen in Erscheinung – und erhalten großen Zulauf.

Zunächst unbemerkt von einer breiten Öffentlichkeit hat sich jenseits von bekennenden Neonazis eine ernstzunehmende Struktur herausgebildet. Nicht in Parteiform, sondern als Bewegung, Strömung und als Organisationsgeflecht im vorpolitischen Raum. Hinzu kommen Zeitschriften und Magazine, Verlage, Institute, Youtube-Kanäle und neuerdings auch „Hausprojekte“.

Insbesondere kommunalpolitisch Aktive und kommunale Mandatsträger*innen stehen damit vor neuen Herausforderungen. Sie müssen Strukturen und Erscheinungsformen (er)kennen, u.a. um in ihrem Arbeitsalltag sanktionsfähig zu sein, aber auch um Gegenentwürfe aufzuzeigen. Hinzu kommt das Problem, politische Äußerungen etwa zur Flüchtlingsdebatte, zum Islam oder zur Globalisierung einordnen zu müssen: Während neonazistisches Gedankengut begründet zurückgewiesen werden kann, fordern konservative bzw. „neurechte“ Positionen, auch wenn man sie nicht teilt, eine offene Erörterung und eine umfassendere Auseinandersetzung.

In diesem Seminar sollen das neu-rechte Milieu, ihre ideologischen Bezugspunkte und die verschiedenen Akteure und Zusammenhänge beleuchtet werden. Die Weiterbildung gibt dabei zunächst einen Überblick über die klassisch neonazistische Szene. Danach wird der Blick auf die „Neuen Rechten“ geweitet: Welche Akteure und Strukturen gibt es? Wie tritt die „Neue Rechte“ in Erscheinung und welche Aktionsformen favorisiert sie? Im Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele gezeigt werden, was „Neonazismus“ ist und in welchem Verhältnis dieser zu zentralen Programmpunkten der Neuen Rechten steht.

Auf dieser Grundlage sollen die Teilnehmenden zu einem kritischen, gleichwohl fundierten und differenzierenden Umgang mit der sogenannten Neuen Rechten befähigt werden.

Trainer: Carsten Enders/Robert Großpietsch (Verein für demokratische Bildung e.V.)

Teilnahmebeitrag: 5 € p.P.

Anmeldung unter mail(at)daksev.de

Details

Datum:
30. November
Zeit:
10:00

Veranstalter

DAKS e.V.
VDB Sachsen e.V.

Veranstaltungsort

GRÜNE Ecke Dresden
Bischofsplatz 6
Dresden, 01097
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